"Amtliche Richtigstellung" zur Person des Nikolos ;-)

am . Veröffentlicht in Kirchenjahr

Wenn Ihnen am Nikolotag ein heiterer Geselle mit Kapuzenmütze, großem Sack, Nickelbrille, gnomenhaften Gesellen und Rentierschlitten begegnet - und vielleicht auch noch ein "lustiges" Ho-Ho-Ho entgegenträllert - dann seien Sie gewarnt - es handelt sich um eine konsum-blank-geputze Fälschung des Originals. Der Unterschied ist optisch leicht erkennbar:

NikoloOrigenalFaelschung

Der ECHTE Heilige Nikolaus hat wirklich gelebt, war Bischof (deshalb der Bischofsstab und die Bischofsmütze) und lebte im damals byzantinischen Myra. Da er ganz besonders Kindern half, ist er Schutzpatron der Kinder, Schüler und Schiffsleute:

Seine Eltern waren sehr reich. Als sie starben, war Nikolaus erst 16 Jahre alt, also noch nicht ganz erwachsen. Einige Jahre wohnte er allein in dem wunderschönen großen Haus und wenn hungrige Kinder oder arme alte Menschen an seine Türe klopften, gab er ihnen immer gern von seinem Reichtum ab.

Eines Tages verkaufte er das Haus und zog nach Myra.

Zu dieser Zeit wurde ein neuer Kaiser gekrönt, er hieß Konstantin. Dieser Kaiser erlaubte es den Menschen, die gern Christen sein wollten,  Kirchen zu bauen und sich dort zu treffen. Das hatte der Kaiser, der vor ihm regierte, nämlich verboten. Nikolaus wurde bald zum Priester geweiht und später als Bischof  ausgewählt.

Er war ein guter Bischof und er half den Leuten, wo er nur konnte.

Als eine große Hungersnot ins Land zog, weil es eine viel zu lange Zeit nicht geregnet hatte und die Ernte vertrocknete, war auch der Bischof Nikolaus ziemlich verzweifelt.

Eines Abends lief ein großes Kornschiff in den Hafen ein. Es kam aus Ägypten. Die Menschen in Myra freuten sich, sie hofften so sehr, dass sie nun Korn bekämen, um daraus Brot zu backen.

Aber der Kapitän wollte keinen einzigen Sack abgeben. Die hungernden und traurigen Menschen taten ihm leid. Er hatte aber auch Angst vor seinem Herrn, der mit ihm schimpfen würde, wenn nicht alle Kornsäcke abgeliefert würden. Bischof Nikolaus versprach dem Kapitän, dass nichts passieren würde, sie redeten sehr lange. Nikolaus sagte: „Vertrau‘ mir, Du wirst bestimmt keinen Ärger bekommen.“ Und schließlich gab ihm der Kapitän zwölf Säcke Korn für die Hungernden in Myra, die damit nun endlich wieder Brot backen konnten.

Später erzählte man sich, dass der Handelsherr des Kapitäns die Säcke nachgezählt und das Getreide gewogen hätte und alles wäre in Ordnung gewesen, nicht ein winziges Körnchen hätte gefehlt... Ein Wunder war geschehen, weil der Kapitän dem Bischof Nikolaus geglaubt hatte!

Es gibt noch viele andere Geschichten und Legenden, die vom heiligen Nikolaus erzählen.

 

Der Heilige Nikolaus erinnert uns daran, unseren Nächsten zu lieben und ihm aktiv zu helfen - aus der Liebe die Gott für uns hat. Das ist heute aktueller denn je!

Nehmen wir uns Nikolaus zum Vorbild!

 

P.S.: Die Geschichte zum Leben des Heiligen Nikolaus findet ihr auf dieser coolen Seite - http://www.weihnachtsmannfreie-zone.de

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