Ministrantenlexikon

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Mit dem Palmsonntag hat wieder eine ganz besondere Zeit für uns Christinnen und Christen begonnen: die Karwoche. Doch woher kommt ihr Name eigentlich und was wird an den einzelnen Tagen so Besonderes gefeiert? Lies den ganzen Text, dann weißt du mehr!

Die Karwoche ist die Woche vor Ostern. Das alte Wort kara, das sich im Namen versteckt, heißt soviel wie Sorge oder Kummer. Wir werden in dieser Woche an das Leiden und Sterben von Jesus erinnert. An ihrem Ende dürfen wir uns aber darüber freuen, dass Jesus nicht im Tod geblieben ist - wir feiern Ostern.

Palmsonntag

Wir feiern den Einzug Jesu in Jerusalem. Damals ist Jesus auf einem Esel nach Jerusalem hineingeritten. Die Leute waren ganz begeistert und brachen in Jubel- und Lobrufe aus. Viele von ihnen breiteten sogar ihre Kleider auf der Straße aus oder rissen Zweige ab, um sie auf den Weg zu streuen oder mit ihnen zu winken. Wir haben diese Zweige (Palmen oder Ölzweige) durch Weidenzweige, die "Palmkätzchen", ersetzt, die an diesem Tag gesegnet werden.

Gründonnerstag

Wir denken an das jüdische Passahmahl, das Jesus mit seinen Jüngern gefeiert hat. Dieses festliche Mahl ist bei Juden üblich und - wie du sicher weißt - war auch Jesus eigentlich Jude. Beim sogenannten "Letzten Abendmahl" hat Jesus uns allen ein ganz besonders Geschenk hinterlassen, in dem er immer bei uns bleibt: Er nimmt Brot und bricht es auseinander; dann nimmt er Wein und dankt Gott dafür. Er sagt zu seinen Jüngern: "Ich bin in Brot und Wein für euch da. Macht es später genauso wie ich jetzt: Teilt untereinander das Brot und esst es, teilt untereinander den Wein und trinkt ihn. Tut das in Erinnerung an mich und ich werde bei euch sein." Die Jünger haben zwar gespürt, dass da etwas ganz Besonderes passiert, haben es aber erst nach allem, was in den nächsten Tagen passiert ist, richtig verstanden.

Karfreitag

Dieser Tag ist eher traurig: Jesus wurde gefoltert und am Kreuz hingerichtet, weil er als "Unruhestifter" angeklagt und zum Tod verurteilt wurde. An diesem Tag können wir auch ganz besonders an alle denken, die heute noch verfolgt, gequält und getötet werden, obwohl sie eigentlich unschuldig sind. Auch viele Christinnen und Christen in anderen Ländern müssen das durchmachen. Im Gottesdienst lesen mehrere Personen, die unterschiedliche Rollen übernehmen, die Leidensgeschichte von Jesus vor. Wir verehren das Kreuz durch eine Kniebeuge. Du kannst auch eine Blume mitbringen und sie beim Kreuz in die Vase stecken. Sie wird dann dafür verwendet, dass die Kirche zu Ostern besonders schön geschmückt ist!

Karsamstag

An diesem Tag liegt Jesus im Grab. In der Kirche ist dieses Grab sozusagen "nachgebaut", es liegt eine Jesusfigur darin. Besonders schön ist es, wenn du dir etwas Zeit nimmst und bei diesem Grab mit deinen eigenen Worten Jesus alles sagst, was dich bedrückt und wofür du ihm danke sagen willst! Wir wissen ja, dass Jesus nicht in seinem Grab liegen geblieben, sondern auferstanden und jetzt immer bei uns ist. Deswegen können wir seine Auferstehung auch am Abend feiern.

 

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