Tagesimpuls - 23. März 2020

 

Friedhofskreuz klein

Heute einmal eine direkte Frage: Haben Sie in der vergangenen Woche schon einmal in der hl. Schrift gelesen? - Eine wirkliche Empfehlung - nicht nur für diese Zeit!
Besonders das Buch der Psalmen möchte ich Ihnen dabei heute ans Herz legen. Die Psalmen sind uralte Gebete, die die verschiedensten Lebenssituationen von Menschen vor Gott tragen und in denen wir uns oft sehr gut wiederfinden können.
Zu den Texten der hl. Messe gehört täglich auch der "Antwortpsalm", der als gebetete Antwort auf die Lesung steht.
Heute besteht, nachdem in der Lesung von einem neuen Himmel und einer neuen Erde ohne Mühe und Krankheit die Rede war, dieser Antwortpsalm aus Versen des 30. Psalmes.
Psalm 30 ist ein Dankgebet eines einzelnen, der aus Krankheit und Todesnot gerettet wurde. - Ja, es gibt solche Lichtblicke, die bereits eine Vorahnung auf jene neue Welt sind, von der die Lesung spricht!
Aber was hilft das mir persönlich? Was hilft mir, dass ein einzelner geheilt ist? Wenn Jesus im Evangelium einen einzigen Jungen heilt, aber so viele andere leiden und sterben müssen?
Der Psalm macht die Heilung des einzelnen zu einem Fest für die ganze Gemeinde, wenn er gemeinsam gesungen wird. "Geteiltes Leid ist halbes Leid, geteilte Freude ist doppelte Freude", so sagen wir oft. Je mehr wir untereinander verbunden sind - auch über physische Distanz hinweg - desto mehr werden wir auch selber über die Freude des anderen froh werden.
Meine Empfehlung für heute: Lesen und beten Sie diesen 30. Psalm und fragen Sie sich, wo es bei Ihnen selbst oder auch bei anderen nahestehenden Menschen Situationen gegeben hat und gibt, die Sie zu Gott rufen lassen: "Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt!"

Euer Kaplan
Alexander Fischer

4. Fastensonntag - Licht aus dem Dunkel

IMG 4469Im Evangelium dieses Sonntags lesen wir, wie Jesus dem Blindgeborenen in dessen Heilung nicht nur die leiblichen Augen, sondern die Augen zum Glauben öffnet. Jesus ist das Licht zur Rettung und zur Wahrheit. Vertrauen wir ihm gerade in unseren momentanen Herausforderungen!

Tagesimpuls - 21. März 2020

 

baum klein

Jeden Tag, wenn ich in die Kirche zur Feier der hl. Messe gehe, bin ich nun an diesem Baum vorbeigegangen. Und jeden Tag ist er mehr aufgeblüht. Am Montag war noch nichts zu erahnen und heute steht er trotz schlechterem Wetter fast in voller Blüte vor mir.

Der Frühling lässt sich nicht aufhalten. Ein Hoffnungszeichen auch für uns! Schwere Zeiten dauern nicht ewig an.
"Er hat Wunden gerissen, er wird uns auch heilen; er hat verwundet, er wird auch verbinden", lesen wir in der Tageslesung aus dem Buch Hosea. "In geistlicher Freude begehen wir diese Tage der Buße", beten wir im Tagesgebet.
Mit Hoffnung, Freude und Gottvertrauen können wir alles überstehen!

Euer Kaplan
Alexander Fischer

Tagesimpuls - 20. März 2020

 

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Gottes- und Nächstenliebe werden uns von Jesus heute im Evangelium als die Eckpfeiler eines christlichen Lebens in Erinnerung gerufen.
Beides ist zurzeit auf die Probe gestellt:
Nächstenliebe wird in den meisten Fällen im Moment anders aussehen müssen als dem anderen buchstäblich unter die Arme zu greifen.
Gottesliebe muss sich anders ausdrücken als im Besuch von Gottesdiensten.
Insofern kann der Hinweis Jesu in den heutigen Messtexten ein Anlass sein, sich darüber Gedanken zu machen: Wie kann ich Gottes- und Nächstenliebe in den kommenden Tagen und Wochen leben?
Dazu noch ein Zitat von unserem Bischof Alois Schwarz aus seinem Brief an die Priester: "Wir sind aufgerufen, auf einander zu schauen, und die Distanz zwischen uns mit Gebet und liebevoller geistiger Zuwendung zu füllen."

Euer Kaplan
Alexander Fischer

Tagesimpuls - 19. März 2020

 

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"Gegen alle Hoffnung hat er voll Hoffnung geglaubt", heißt es im Römerbrief über Abraham. Das gilt auch uns in diesen Tagen: Nicht die Hoffnung aufgeben! Den Glauben bewahren!

Die Kirche feiert heute das Fest des hl. Josef.

Josef ist eine Figur, die vielfach im Hintergrund steht. In der Bibel wird er mit Ausnahme der Kindheitserzählungen Jesu nicht erwähnt. Kein einziges Wort ist von ihm überliefert. Und auch als seine Verlobte schwanger wird und er davon ausgeht, dass sie ihn betrogen hat, macht er keinen großen Wirbel, sondern will sich "in aller Stille" von ihr trennen. Freilich erfährt er im Traum, dass es anders gewesen ist ...

Ein verborgenes und bescheidenes Leben ist es, das der hl. Josef geführt hat - aber innig verbunden mit Jesus und Maria. Auch ein schönes Bild für uns: Auch ohne große Worte und ohne große Taten hat Gott Verwendung für uns und will mit uns verbunden sein. Was ist meine Aufgabe, die er mir zugeteilt hat - gerade in diesen Tagen?

Euer Kaplan

Alexander Fischer

Tagesimpuls - 18. März 2020

 

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"Denn welche große Nation hätte Götter, die ihr so nah sind, wie Jahwe, unser Gott, uns nah ist, wo immer wir ihn anrufen?", diese trötlichen Worte - gerade in einer Zeit, in der wir auf physische Nähe weitgehend verzichten müssen - liefert uns die heutige Tageslesung aus dem Buch Deuteronomium: Gott ist ein Gott, der uns unendlich nahe ist!
Etwas merkwürdig mutet es uns vielleicht an, dass sich diese Feststellung im Kontext der Proklamation des Gesetzes findet. Gottes Nähe durch Vorschriften und Gesetze? - Doch genau das drückt sich für das Alte Testament im Gesetz aus: Es ist von Gott stammende Weisung. Gott sorgt sich um das Volk; so sehr, dass er ihm selbst seine Gesetze übergibt.

Jesus sagt uns im Evangelium, er sei nicht gekommen, um das Gesetz aufzuheben, sondern zu erfüllen. Er führt das zur Fülle, wofür das Gesetz steht: Die Nähe Gottes zu uns.
Heute in einer Woche feiern wir - 9 Monate vor Weihnachten - das Fest der Verkündigung des Herrn. "Das Wort ist Fleisch geworden." Eine größere Nähe Gottes gibt es nicht als die, die uns in Jesus geschenkt ist. Er spricht zu uns nicht nur durch Gesetze und Vorschriften, sondern wird selbst Teil dieser Welt.

Ich wünsche uns allen, dass wir gerade auch in diesen Tagen die unüberbietbare Nähe Gottes spüren und erfahren dürfen und daraus Kraft für unseren Alltag schöpfen!

Euer Kaplan
Alexander Fischer

Tagesimpuls - 17. März 2020

 

Patricius klein

Um den heutigen Tagesimpuls habe ich einen Freund, Patrick Holzinger, Seminarist des Wiener Priesterseminars, gebeten, der zum heutigen Tagesheiligen eine besondere Beziehung hat.
Möge der hl. Patrick, der die Schlangen aus Irland vertrieben hat, auch uns in der aktuellen Bedrohung ein mächtiger Fürsprecher sein!

Euer Kaplan
Alexander Fischer

Hier der Impuls:

Tagesimpuls - 16. März 2020

 

20200316 073713 kleinEs hat mich sehr bewegt, als ich heute Morgen die hl. Messe ohne Gemeinde gefeiert und als Eröffnungsvers folgenden Psalmvers gelesen habe:
"Meine Seele verzehrt sich in Sehnsucht nach den Vorhöfen des Herrn" (Ps 84,3)
Es ist die Sehnsucht des Psalmendichters nach dem Tempel in Jerusalem, dem Ort der Gegenwart Gottes, die sich ausdrückt.
Nutzen wir diese Zeit, in der wir nicht zur hl. Messe kommen können, um diese "Sehnsucht nach Jerusalem", die Sehnsucht nach der Feier der Eucharistie in uns zu spüren?

Und dann in der Lesung die Geschichte vom Syrer Naaman, der schwer erkrankt ist und vom Gott Israels Rettung erhofft. Er ist dieser Sehnsucht nachgegangen und hat sich auf die Reise gemacht. Doch als ihm vom Propheten die Heilung angeboten wurde, war sie ihm nicht spektakulär genug. Erst durch gutes Zureden lässt er sich darauf ein.

Nutzen wir also diese Zeit um unserer Sehnsucht nach Gott, unserer Sehnsucht nach der Eucharistie nachzuspüren!
Und trauen wir Gott zu, auch in den kleinen Dingen unseres eingeschränkten Alltags diese Sehnsucht zu stillen!

Euer Kaplan
Alexander Fischer

Mariä Aufnahme in den Himmel

Marienmarterl in der AnnenhofstraßeDieses Hochfest am 15. August ist vielen von uns auch unter dem Namen "Mariä Himmelfahrt" bekannt oder wird als "Großer" bzw. "Hoher Frauentag" bezeichnet. Welchen Zusammenhang gibt es zwischen diesem Marienfest und der traditionellen Kräutersegnung?
Was ist der genaue Festinhalt und was dürfen wir in der Liturgie und bei den ebenfalls schon zur Tradition gewordenen Wallfahrten in der Gottesmutter geweihte Kirchen erbitten?

Wir begehen die Erweckung Mariens aus dem Tod. Sie wurde, wie aus dem Namen abgeleitet werden kann, von Gott in den Himmel aufgenommen. Um dieses geheimnisvolle Ereignis ranken sich zahlreiche Legenden, die zum Teil auch mit dem oben angesprochenen Brauch der Segnung der vorbereiteten Kräutersträußchen in Verbindung stehen.

Warum ist am 15.11. frei? Es ist Leopolditag.

Herzog Leopold III. BabenbergLeopold III. lebte von 1073 bis 1136 n. Chr., stammte aus dem Adelsgeschlecht der Babenberger und war der Markgraf von Ostarrichi. In der heutigen Zeit wäre er wohl so etwas die der Landeshauptmann Niederösterreichs ;-) 

Seit 1663 ist der Hl. Leopold Nationalpatron Österreichs und im Speziellen auch Landespatron von Wien, Niederösterreich und (gemeinsam mit dem Hl. Florian) von Oberösterreich.

Der Heilige Martin - Ein echter Held mit "Cape"

Hl. Martin ReliefAm 11.11. begehen wir jedes Jahr das Fest des Hl. Martins. Hierzu finden in den Kindergärten gern Martinsumzüge und Martinsfeiern mit selbst gebastelten Laternen statt ("Ich geh' mit meiner Laterne, und meine..."). 

Ich fragte mich diesbzgl. aber, warum wir ausgerechnet an diesem Tag ein Martinigansl essen, was der Hl. Martin auch historisch mit dem Bezirk St. Pölten zu tun hat und warum Martin dem Bettler "nur" den halben Umhang gab?

Nun gut, wer war also der "gute Reitersmann" - der Heilige Martin?

Epiphanie - Erscheinung des Herrn

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Vielleicht sind ja auch Sie, nachdem die Sternsinger Sie besucht haben, neugierig auf die näheren Hintergründe dieses Brauchs
und die Legende der so berühmten "Sterndeuter aus dem Morgenland" geworden?

Mitunter fragen Sie sich ja auch, was mit dem Geld geschieht, das sie in die Kassa gegeben haben, die die Gruppe bei sich hatte?

Der nachfolgende Text ist in jedem Fall interessant und aufschlussreich!

 

Silvester und Neujahr

SilvesterDer Jahreswechsel schließt viele Bräuche mit ein, bekannte und in Vergessenheit geratene. Was Erbsensuppe und Kerzenwachs gemeinsam haben, erfahren Sie in diesem Beitrag!

Der Hl. Hippolyt - oder - wie St. Pölten seinen Namen bekam...

hippolyt reliquiarVielleicht geht es Ihnen wir mir: Ich habe mich schon oft gefragt, wer eigentlich dieser Heilige "Pölten", der Namenspatron St. Pöltens und unserer Diözese, ist?

Andere Städte mit "St." haben bekannte Heiligennamen wie "St. Wolfgang" oder "St. Johann" oder auch "San Francisco" und so begab ich mich auf eine kleine Recherche.

Die Lösung liegt so nah, dass es mir schon fast ein wenig peinlich ist. ;-)

Feier der Ehejubiläen 2017

Ehejubilaeen 2017Am Sonntag feierten wir im Wienerwalddom in Eichgraben die Ehejubiläen (icon foto) von gleich vier Paaren. Bernhard & Maria Knotek und Ilse & Manfred Konstantin feierten Goldene Hochzeit (50 Jahre) und Edeltraud & Zoltan Benzur-Juris und Erika & Werner Leopoldseder feierten Smaragdhochzeit (55 Jahre).

Der Wanderstab, der in Psalm 23 erwähnt wird, war das Thema der Predigt von Hr. Pfarrer Mag. Wilhelm Schuh

 

Der liturgische Jahreskreis

Der liturgische Jahreskreis ist um die beiden wesentlichen Feste des christlichen Kalenders gegliedert - das ist einerseits die Geburt unseres Heilands (Weihnachten) und andererseits der Tod und die Auferstehung Jesu (Ostern).

Der äußerste Ring bildet genau diese Zeiträume ab, mit den Perioden dazwischen, die die Zeit im Jahreskreis genannt wird.


Jahreskreis

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