Eichgrabens „Kleine Orgel“

IMG 1894Der Orgelbaumeister Franz Meindl, der um die Mitte des 19. Jahrhunderts in Niederösterreich tätig war, baute unsere kleine Orgel 1864 für die neu errichtete Kapelle der damaligen Landesheil- und Pflegeanstalt in Ybbs an der Donau. In den Wirren des 2. Weltkrieges wurde dieses Gebäude zu einem Kriegslazarett umgewidmet und die Orgel abgebaut.


Der damalige Pfarrer von Eichgraben, Dechant Josef Seiwald, hat von dieser Orgel erfahren und sie für seine Pfarre angekauft. So trat diese Orgel 1944 den Weg nach Eichgraben an und wurde durch den Orgelbauer Johann M. Kauffmann zunächst in der kleinen Pfarrkirche aufgebaut.

Am rechten Prospektturm der Orgel prangt noch heute als Erinnerung an die Ybbser Vergangenheit das „Wiener Wappen“, da die Psychiatrische Anstalt in Ybbs von der Stadt Wien errichtet und betreut wurde.

Seit 1951 im Besitz der Pfarrgemeinde

Die Orgel übersiedelte 1951 in den Wienerwalddom und wurde dort 2004 von der neuen „Hofburgkapellenorgel“ abgelöst , abgebaut und gelagert.
Das Jahr 2015 brachte unserer kleinen Orgel die Rückführung auf ihren alten Platz in der Kleinen Kirche, dem sie auch bestens entspricht.

Die Orgel hat ein Manual und Pedal mit acht klingenden Registern. Die Registerzusammenstellung (Disposition) lautet nach der Restaurierung, wobei Metallpfeifen aus Zink bzw. einer Zinn-Blei Legierung, Holzpfeifen aus Nadelholz gefertigt sind:

Manual C-f, 54 Töne
Coppel 8`(Holz) 
Viola 8`(Metall) 
Salicional 8`(Metall)
Prinzipal 4`(Metall)
Flöte 4`(Holz)
Mixtur 2`dreifach (Metall)
Insgesamt hat die Orgel 444 Pfeifen.

Pedal C-h, 12 Töne, 24 Tasten
Oktavbaß 8`(Holz)
Gedecktbaß 4`(Holz)





lusterEine wieder herausgeputzte Orgel sollte auch den passenden Rahmen haben und so wurde auch dem Maria Theresien Luster in der Kleinen Kirche eine „Kur“ verordnet.
Der Zustand des Kristall-Lusters war sehr schlecht, vor allem im Bereich der Elektrik war der Befund nicht mehr den aktuellen Erfordernissen der Technik und Sicherheit entsprechend.


Einer großzügigen Spende ist es zu verdanken, dass eine komplette Renovierung möglich wurde. Diese bestand aus einer kompletten Zerlegung, Erneuerung der Blattvergoldung, Erneuerung der Fassungen und Verkabelungen, Ergänzung fehlender Kristallteile und anschließendem Neuaufbau und Montage in der Kirche.

Die Professionalität der durch die Firma Maresch, Wien, erfolgten Arbeiten zeigt sich in dem nun strahlenden Glanz des historischen Kristall-Lusters.

 

Eine Orgel hat wieder nach Hause gefunden

orgelDurch die Tatkraft vieler Menschen, durch kleine und große Spenden war es möglich die Kleine Kirche in Eichgraben 2012/2013 außen zu renovieren bzw. fachgerecht zu restaurieren.

Was dem Gotteshaus seit vielen Jahren fehlte, war eine Orgel. Nun ist die historische Orgel, die früher hier installiert war, wieder an ihren alten Platz auf der Empore zurückgekehrt und wird wieder erklingen. Woher die Orgel stammt und wie sie aufgebaut ist, erfahren Sie auch hier bei uns.

Unser Herr Pfarrer, Erzdechant Mag. Wilhelm Schuh hat in seinem Geleitwort ein sehr schönes Bild entstehen lassen, er bringt zum Ausdruck, eine Orgel kann auch als Bild der Pfarrgemeinde verstanden werden. Da sind viele Orgelpfeifen, große und kleine, aus Holz und Zinn, die ein Organist zu einem harmonischen Zusammenspiel erklingen lässt.

Hier finden Sie die Festschrift zur Orgelweihe am 4.12.2015.

Kleine Kirche - Herz-Jesu-Kapelle

Kleine Kirche - winterlich

Die Kleine Kirche wurde in den Jahren 1892 - 1896 erbaut und mit viel Liebe, Geschick und großer Spendenfreudigkeit der Eichgrabener in den letzten Jahren renoviert.

Sie ist ein richtiges Schmuckkasterl im Ortszentrum Eichgrabens.

Die Entstehung der kleinen Herz-Jesu Kirche

Die erste Kirchengründung fällt in die Zeit der Monarchie. In Eichgraben gab es nur wenige Häuser und eine dementsprechend kleine Bevölkerungszahl. Für die Gottesdienstbesucher waren die nächsten Kirchen in Maria Anzbach und in Preß-baum. Viele Eichgrabener, die einen Gottesdienst besuchen wollten, fuhren mit der Bahn nach Maria Anzbach.

Der erste Gedanke

Am 21. Juni 1890 fuhren Herr Petrus Schischmanian, dessen Ehefrau Appolonia und deren Nichte Magdalena Taborsky zum sonntäglichen Gottesdienst mit der Bahn nach Maria Anzbach. Auf der Rückfahrt trafen sie die Ehefrau des damaligen Schulmeisters von Eichgraben, Josefa Plangger.

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